Philleicht Jazz?! präsentiert Stahlwerk am 03.11.2018

Leicht & Selig
Hauptstr 64
68526 Ladenburg

Einlass 19°° Beginn 20°° Eintritt 15€

Philleicht Jazz?! präsentiert Stahlwerk am 03.11.2018

m altehrwürdigen Metier des Klaviertrios haben die drei jungen Musiker von Stahlwerk ihren eigenen Weg gefunden. Dieser führt sie seit 2013 durch die Klubs und Konzertlokale Mitteleuropas.
So sehr die Band ihrem ureigenen Sound zwischen Jazz, Klassik und Minimal Music treu bleibt, so experimentierfreudig zeigen sich Stahlwerk bei der Suche nach neuen Ausdrucksformen in ihrem
Klangkosmos.

Im Spiel des Schweizer Trios zerfliessen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation, Setlisten gibt es dabei ebenso wenig wie eine vorgefertigte Konzertdramaturgie. Das Publikum
nimmt Teil an einem spontanen Entstehungsprozess und kann miterleben wie sich die Musiker im freien Zusammenspiel ihren eigenen Kompositionen annähern und sie auch wieder verlassen.
Songstrukturen lösen sich im improvisativen Fluss auf, um sich unvermittelt wieder zu verfestigen.
So gerät jedes Konzert zu einem Unikum, einer Feier des Moments, einer musikalischen Kollektiv-Expedition mit ungewissem Ausgang.
Die Kompositionen, die der Band als Material für ihre Live-Kreationen dienen, stammen aus der Feder des Basler Pianisten Dominic Stahl. Stahl absolvierte eine klassische Klavierausbildung in Luzern, bevor er sich in weiteren Studien vermehrt dem Jazz zuwandte. Im Berner Schlagzeuger Tobias Schmid und im Tessiner Bassisten Francesco Rezzonico fand Dominic Stahl während des
Studiums an der Jazz-Schule Basel musikalische Mitstreiter und verwandte Geister. 2016 folgte mit „Grund“ das erste Studio-Album der Band. Die neun Stücke der Platte bilden einen Querschnitt
durch das musikalische Schaffen des Trios.
Es ist eine Musik im stetigen Fluss. Melodische Linien und komplexe rhythmische Patterns überlagern sich, gewinnen an Form, um sich in einer ekstatischen Steigerung wieder aufzulösen.
Stahlwerk schicken ihre Themen auf weite Reisen durch verschiedene musikalische Gefilde, über dynamische Hügel und träumerische Landstriche. Für die Zuhörenden treten die feingliedrig
kristallinen Strukturen in den Hintergrund, man lauscht den Themen nach und freut sich über ihre Wiederkehr, lässt sich durch die Verdichtung der Grooves berauschen oder gerät in den
kontemplativen Sog in sich kreisender Patterns.

Dominic Stahl // Klavier
Francesco Rezzonico // E-Bass
Tobias Schmid // Schlagzeug


Stimmen

Die ausgeklügelten Arrangements voller rhythmischer Raffinessen und eleganten Solos machen "Grund" zu einem grossartigen und vielseitigen Klangerlebnis. Da gibt es Klangfarben und Sounds, die sich auch nach "Fluss", "Wüste" und "Kristall" anhören und anfühlen. Einerseits wird es mal laut, wild und verspielt, andererseits mal ruhig und sanft, als wäre da nur ein Hauch von einem Geräusch hörbar. Sehr gekonnt eingefangene ldeen des Pianisten und einfühlsam begleitet von einer eingespielten Band. Grosser "Grund", diesem jungen Trio genauer zuzuhören.

(Album Review von Michel Estermann, JAZZ 'N' MORE Sep/Okt 2017)

Wer sich aufgrund des Bandnamens auf strenge und archaische Metallo-Kost eingestellt hat wird überrascht: der Stahlwerk-Auftritt im Gaskessel entpuppt sich als intimes tête-a-tête-a-tête zwischen Piano (Dominic Stahl), Bass (Francesco Rezzonico) und Drums (Tobias Schmid).

Die Eröffnung mit gedämpftem Licht und Garnschlägel auf Becken («Grund») lässt bald Wohnzimmerstimmung aufkommen und den Kessel in andächtige Ruhe treten. Da darf sich ein einsamer Basslauf nach scheinbar orientierungsloser Suche dankbar in die Arme des Pianos legen, um dieses nach einer kurzen, aber intensiven Liebkosung wieder zurückzulassen und sich im folgenden Rhythmuswechsel gleich selbst zu verlieren («Wind»). Der Stahl präsentiert sich durch das gesamte Konzert erstaunlich dehnbar: Das Trio spielt sich sorgfältig in die stahlwerksche Klangwelt und nimmt dort immer wieder neue Fährten auf, welche mal kräftiger, mal gemächlicher, verschoben, verkehrt sind. [...] Aus dem Stahlwerk wird nicht Meterware geliefert, hier wird geschlagen, geschweisst und geschliffen. Der Stahl ist bloss Material, hier geht es ums Wärche.

(Rafael Egloff, Bärner Studizytig, 22. März 2017)




Die Kompositionen sind perlig und eigen, die drei Spieler eingespielt aufeinander. Eine Band, die die langen Bögen sucht und findet!

(Wolfgang Zwiauer)




Mit "Grund" ist Stahlwerk ein beeindruckender Mix an interessanten Grooves, abgeklärten Arrangements und fantasievollen Solos gelungen. Ein Debut eines charakterstarken jungen Trios, das Lust auf mehr macht.

(Michael Arbenz)

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