



Zwei echte Raritäten aus der Feder von Joseph Haydn kommen im Herbstkonzert der Heidelberger Sinfoniker unter der Leitung von Thomas Fey am Mittwoch, 29.10.08 um 20:00 Uhr in der Heidelberger Stadthalle zur Aufführung. Die selten gespielte, 1765 entstandene Sinfonie Nr. 31 wartet mit einem prominent eingesetzten Hornquartett auf, was ihr den Beinamen "Mit dem Hornsignal" eintrug. Eine weitere, selten zu hörende Preziose aus Haydns Feder ist die für die Londoner Primadonna Brigida Giorgi Banti komponierte Soloszene "Berenice, che fai?". Sie wurde in Haydns letztem Londoner Konzert am 4. Mai 1795 mit triumphalem Erfolg uraufgeführt. Haydn selbst bezeichnete sie als seine beste Komposition. Er vertont hierin eindrucksvoll die Seelenqualen der ägyptischen Königin Berenice angesichts des Selbstmords ihres Geliebten und ihr allmähliches Abgleiten in den Wahnsinn. Mit der anspruchsvollen Sopran-Partie ist Sabine Goetz zu hören. Ergänzt wird das Programm durch Mendelssohns genialische frühe Streichersinfonie h-Moll und die so genannte Reformations-Sinfonie op. 107, die der Komponist 1830 zur 300-Jahrfeier der "Confessione Augustana" schrieb, und in der er u.a. Martin Luthers berühmten Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" verarbeitet." Mit gleichem Programm sind die Heidelberger Sinfoniker am Montag, 03.11.2008, 20:00 Uhr, im Neuen Theater Emden zu Gast. Die Sinfonien von Haydn und Mendelssohn werden im Anschluss an das Konzert für CD eingespielt und im Frühjahr 2009 weltweit im Handel erscheinen.
Karten erhältlich an allen gängigen Vorverkaufsstellen der Region sowie unter Telefon 06221 - 16 21 77 (Rhein-Neckar-Zeitung).