



Zehn der bedeutendsten Kulturmetropolen Deutschlands werben künftig für gemeinsame Interessen. Im Projekt „Fahrtziel Kultur“ haben sich Städte wie Aachen, Bamberg und Regensburg zusammengeschlossen, um Besucher auf ihr mittelalterliches Kulturerbe aufmerksam zu machen. Eine große, für 2010 von den Reiss-Engelhorn-Museen geplante Mittelalter-Ausstellung öffnet für Mannheim die Türen zum elitären Kreis der großen deutschen Kulturstädte.
Mit der Geschichtsschau „Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa“ widmen sich die Reiss-Engelhorn-Museen 2010 dem bedeutendsten euro¬päischen Herrschergeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts. Innerhalb einer Vorbereitungszeit von insgesamt dreieinhalb Jahren entsteht eine Exposition, die an die Tradition der großen historischen Ausstellungen anknüpft, zugleich aber modernen wissenschaftlichen Fragestellungen folgt.
Das Ausstellungsprojekt nimmt drei Kernregionen der staufischen Herrschaft in Europa, die Rhein-Main-Neckar-Region, Oberitalien und das ehemalige Königreich Sizi¬lien in Süditalien näher in den Blick. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Innovationen für Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Kunst und Kultur, die von diesen drei Regionen in der Stauferzeit in gegenseitiger Beeinflussung, in Austausch- und Transferprozessen ausgingen. Mit bedeutenden originalen Kunstwerken, von denen viele noch nie in Deutschland zu sehen waren, wird in Mannheim 2010 an die Kunst und Kultur der Staufer und an die Ver¬netzungen mit Italien erin¬nert.
Das Kulturereignis, das unter anderem die historischen Wurzeln der Rhein-Neckar-Region beleuchtet, trägt den Ehrentitel einer „Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen“ und steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten der beteiligten Bundesländer.
In der Konzeption wirken die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, die Ruprecht-Karls-Universität mit ihrem Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde (FPI), die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, die Verwaltung der Schlösser und Gärten Hessen, das Regionalministerium für kul¬turelle Angelegenheiten, Umweltbelange und Bildung der Regione Siciliana in Verbindung mit dem Museo Archeologico Regionale „Antonino Sali¬nas“ (MAR) und das Ministerium für kulturelle Belange der Region Lombardei zusammen. Neben der Ausstellung wird im Stauferjahr 2010 mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, im Elsass und in Italien an die süddeutsche Herrscherfamilie erinnert.
Im Projekt „Fahrtziel Kultur“, mit dem zehn bedeutende Kulturmetropolen gemeinsam zu einer Zeitreise ins deutsche Mittelalter einladen, ist Mannheim mit Abstand die jüngste der beteiligten Städte. Mit der Staufer-Ausstellung und dem Angebot als Kultur- und Einkaufsstadt fügt sich die Stadt ideal ins Jahresthema des Städte-Bündnisses ein, das vom Landesmarketing Sachsen-Anhalt, dem Bamberger Kulturlogistik-Dienstleister CAB Artis, der Nürnberger Versicherungsgruppe sowie den Vertriebspartnern Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. und der Deutschen Bahn AG gemeinsam ins Leben gerufen wurde.